RESILIENZ

  • 14.02.2018
  • Erstellt von Isabelle Blaich
  • Achtsamkeit Regeneration & Prävention Entspannung

Mehr Wiederstandskraft und Gelassenheit für heiße Phasen

 

Ich weiß nicht, wie es Dir gerade geht, aber für mich ist der März ein verrückter Monat. Es ist so, als würde das Jahr jetzt erst richtig loslegen. Viele Menschen finden jetzt endlich mal Zeit, um etwas für sich zu tun. Plötzlich kann ich mich vor Terminanfragen gar nicht retten.

In solchen Phasen lässt sich Stress in meinem Alltag einfach nicht vermeiden! Auch wenn sich natürlich mein Trainerherz über so viel Motivation freut, so klopft es doch einen Takt schneller bei dem Gedanken, wie ich das alles alleine schaffen soll. Noch bis vor ein paar Jahren habe ich mich in solchen Situationen ganz schön verausgabt und oft kurz danach die Quittung, in Form von einer Grippe oder anderen körperlichen Symptomen, bekommen.

Den Erwartungen der anderen gerecht zu werden und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen? Ging für mich einfach nicht. Vielleicht kommt Dir das ja irgendwie bekannt vor … ?!
Wenn ja, mach Dir keinen Stress! Wiederstandskraft lässt sich aufbauen! Indem wir uns mit den täglichen Herausforderungen des Alltags bewusst auseinander setzen, entwickeln wir uns weiter und stärken unsere

RESILIENZ: Die Fähigkeit, Krisen aus eigener Kraft zu meistern.

Wegen meiner Gesundheit (und auch ein bisschen meinem Partner zuliebe) arbeitete ich also an mir und fand meine eigene Strategie, mit meinen Ressourcen in heißen Phasen besser zu haushalten. Dazu gehören natürlich auch meine geliebten Yoga und Achtsamkeitsübungen.

Aber in diesem Artikel möchte ich Dir mal losgelöst davon 4 Ansätze aus dem Resilienz-Training verraten, die mir im Alltag sehr geholfen haben:

 

1. Der Perspektivwechsel – Stress ist nicht grundsätzlich schlecht:

„Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen, sondern seine Meinung zu den Dingen.“   Epiktet

Wir alle haben mal Stress. Und alleine der Gedanke, dass ein bisschen Stress hier und da sogar ganz gesund ist, kann sehr beruhigend sein. Stress hält uns anpassungsfähig. Wir können lernen und wachsen.

Wer Stress also auch als Wachstumspotenzial sehen kann, lebt laut einer Langzeitstudie mit 30 0000 US Bürgern an der Stanford-University gesünder, als die Studienteilnehmer, deren Meinung es war, dass Stress ausnahmslos schädlich sei.

Die Studienteilnehmer, die Stress als "auch mal normal" sahen, hatten auch weniger mit physischen Stressreaktionen wie chronischer Anspannung, Bluthochdruck und Rückenschmerzen zu kämpfen.

 

2. Ressourcen- Management – Tu Dir täglich etwas Gutes :)

So weit so gut. Klingt noch nicht überzeugend, Punkt 1? Manchmal hilft der positive Blick auf die Situation allein nicht aus? Ich stimme zu!

Daher tut man gut daran, sich regelmäßig – nicht nur im Urlaub – sondern am besten täglich etwas Gutes zu tun. Etwas, das nichts mit Leistung oder Deiner Arbeit zu tun hat. Und glaub mir … da meine Arbeit auch mit mein liebstes Hobby war und ist, ist mir das am schwersten gefallen!

 

Deine ÜBUNG dazu: Was könntest Du Dir Gutes tun?

Mach Dir doch mal eine Liste von mindestens 7 Dingen, die Dein Herz erfreuen und die sich realistisch in Deinem Alltag umsetzen lassen. Beobachte Deine Gedanken und Gefühle bei der Ideenfindung. Was fällt Dir auf? Schreibe diese Dinge auf einzelne Karten und ziehe morgens eine, die Du heute umsetzen möchtest.

So schaffst Du Abstand zum Arbeitsalltag und nimmst Dir selbst die Freiheit, kleine Dinge zu tun die Dich fröhlich machen. Ganz nebenbei sorgst Du für eine positive Energiebilanz!

Hier kommen übrigens meine Top 7:

1. Baden

2. Phantasy lesen

3. Gitarre üben

4. Tagebuch schreiben

5. Kochen oder Backen

6. Spazieren gehen und Schaukeln

7. Mit Freunden Kaffee trinken

 

 

3. Atme erst einmal tief durch in einer akuten Hochphase und sondiere:

Woher kommt eigentlich der Druck gerade? Von innen oder außen?

Häufig kommt der Druck nämlich von einem selbst. In Form von hohen Ansprüchen, Ängsten, Wünschen, Interpretationen einer Situation oder Person.

Ob der Stressor nun außen sitzt oder in Deinem Kopf. Gut zu wissen! So kannst Du ihn besser eindämmen oder zukünftig vermeiden. Manchmal ist das natürlich auch Arbeit, an sich selbst oder an anderen - Aber es lohnt sich! Schnapp Dir für diese Aufgabe am Besten einen guten Freund oder Deinen Partner. Und sei beim Reflektieren wirklich ehrlich zu Dir. Es ist nur zu Deinem Besten. ;)

 

 

4. Eine letzte Frage für alle, die mehr als Dienst nach Vorschrift im Sinn haben:

Werden Deine Bedürfnisse nach Respekt, Wertschätzung und Entwicklung erfüllt?

Arbeit allein macht nicht krank. Erst einmal ist es ausgesprochen beruhigend, dass wir Arbeit haben! Doch wer viel arbeitet und dafür wenig oder gar keine Anerkennung bekommt und sich auch sonst in seiner Freizeit nicht entfalten kann, der kann schon mal in die Depression abrutschen. Wie sieht das bei Dir aus? Findest Du genug Wertschätzung oder kannst Dich verwirklichen?

 

Viel Freude beim Lesen und Nachdenken!

Wenn Du gerade nicht die Ruhe oder die Zeit hast, Deine Strategie für die nächste heiße Phase selbst auf die Beine zu stellen, kannst Du Dir Anregungen holen in meinem nächsten
WORKSHOP – passend zum Thema: Achtsamkeit & Resilienz am 25.3.18

 

Und wenn Du gerade so richtig tief drin steckt wie ich – nicht verzagen! Du bist nicht allein! ;)

„Du kannst die Wellen vielleicht nicht beherrschen, aber Du kannst lernen wie man sie surft!“   Jon Kabat -Zinn

 

Von Herzen!

Deine Isabelle