Dein Alltags-Retreat

  • 14.02.2018
  • Erstellt von Isabelle Blaich
  • Achtsamkeit Regeneration & Prävention Entspannung

Über die Kunst sich zu erholen.

Oder: Warum Du Dir täglich und guten Gewissens eine kleine Auszeit gönnen darfst!

 

Wie oft reagiere ich genervt wenn mein Freund mich leise fragt, wann ich endlich einen Gang runterschalten möchte und sage:

„Das kann ich erst, wenn ich das und das erledigt habe!“

Meistens kann ich mich dann erst guten Gewissens zurücklehnen, wenn ich das Gefühl habe alles erledigt zu haben. Auch wenn ich eine Pause gut gebrauchen könnte, um mal wieder zu mir zu kommen. Wie bewundere ich da meinen Freund und all die Menschen, die nach der Arbeit erst einmal abschalten und es gut genug sein lassen können.

Mir fällt es schwer Ruhe zu finden im ganz normalen Alltag. Erst im Urlaub schalte ich richtig ab. Irgendwann habe ich mir dann gesagt:

"Schluss mit dem Leben von Urlaub zu Urlaub!"

Von meinen Freunden, Kunden und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich viele Menschen mit diesem Thema herumschlagen und daraus gesundheitliche Probleme entstehen können. Fakt ist, dass das Leben von Urlaub zu Urlaub auf Dauer schlaucht. Wir brauchen einfach regelmäßige, nachhaltige Erholungsinseln. Vielleicht kennst Du das ja auch und sehnst Dich gerade nach Deiner nächsten Auszeit. Dann gönne sie Dir am besten noch heute! :) Es ist ein Trugschluss, dass wie weniger schaffen, wenn wir regelmäßig pausieren! Ganz im Gegenteil:

Tägliche Momente des bewussten Innehaltens machen uns nachweislich widerstandsfähiger, zufriedener und kreativer.

Sie helfen uns:

  • besser zu verstehen, wo wir gerade stehen und was wir brauchen.
  • selbstbestimmter zu handeln.
  • kreativer und konzentrierter zu sein.
  • den Moment zu genießen und zu sehen, was wir bereits erreicht haben.

 

Auch Erholung muss man planen.

Wenn Dein Urlaub oder das nächste Auszeit-Wochenende also noch weit ist verzage nicht, sondern organisiere Dich.

Hier verrate ich Dir meine 3 Schritte zum eigenen kleinen Alltags-Retreat*:


1. Ich erinnere mich immer wieder daran: Es ist niemals der Punkt erreicht, wo wirklich alles erledigt ist!

2. Ich erlaube mir, auch mal unproduktiv zu sein. Mich treiben zu lassen, Dinge einfach nur aus Lust und Laune zu tun, ohne ein Ergebnis zu erwarten.

3. Ich habe kleine tägliche Rückzugsorte und Routinen definiert, die mir helfen in meinem Alltag guten Gewissens zu pausieren. Trage sie am besten fest in Deinen Kalender ein!

 

Und so sehen drei meiner ganz persönlichen Rückzugsorte und Routinen aus. Vielleicht ist da ja auch eine Anregung für Dich dabei.

1.Natur

Im Ringpark spazieren ohne Ziel. Schaukeln, das Wasser an mir vorbeifließen lassen, Wolken beobachten und die mächtige Gegenwart der alten Bäume spüren. Vögeln zuhören, Eichhörnchen zulächeln – und alles ist auf einmal ganz einfach.

2. Meine Yogamatte

Sie liegt immer am gleichen Ort im Wohnzimmer vor dem Fenster und wartet auf mich. Dort kann ich in Ruhe sein und mich in Gelassenheit und Achtsamkeit üben, wie auf einer Luftmatratze in der Sonne oder auf meiner ganz privaten Insel.

3. Die Badewanne

Baden geht immer! Hier rauscht niemand rein und möchte schnell was von mir. Hier kann ich sein und lesen, reflektieren oder träumen. Mein Gesundheits- Tipp: Einmal die Woche ein Basenbad. Das entsäuert und regeneriert!

 

Jetzt bist Du dran!

Wie könnten Deine Rückzugsorte und Routinen aussehen?

Viel Spaß beim Herausfinden und beim täglichen Zelebrieren Deines eigenen kleinen Alltags-Retreats*! Und wenn Dich der Schaffensdrang mal allzu fest im Griff hat … vielleicht hilft Dir dann daran zu denken, dass Du eigentlich nirgendwo hin musst. Du bist ja schon da.
Im Hier & Jetzt. Und bei Dir.

 

Von Herzen,

Deine Isabelle

 

 *Retreat, englisch für Rückzug, bezeichnet eine geplante (manchmal auch spirituelle) Ruhepause oder Rückzug von der gewohnten Umgebung. Eine Zeitspanne zur Entspannung oder zum Stressabbau. In der Regel verläuft ein Retreat nach einem festen Programm. Dabei wird der Tageslauf weitgehend geregelt, worunter auch Essen, Waschen oder Arbeitsphasen fallen können. (WIKIPEDIA)